Mostseminar
Da Most ghört ned nur kost, sondern vor allem auch gemacht. Um darin Meister zu werden, besuchten Daniela und Matthias das Mostseminar der Landjugend Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen.
Begonnen hat der intensive erste Kurstag mit der notwendigen Theorie. Von den gesetzlichen Regelungen bis hin zum Pressen, Gären und Schönen konnten wir hier das Wissen vom Referenten Johann Steiner nur so aufsaugen. Dann ging es aber los zur Firma Voran im Bezirk Wels, die unter anderem viele verschiedene Maschinen zur Obstverarbeitung herstellt. Und so besichtigten wir vor allem verschiedene Pressen und auch ein Mobil, in dem man den gesamten Pressvorgang beschleunigt und vor allem ganz flexibel durchführen kann. Und wie sich’s gehört verkosteten wir noch kurz ein kleines Gläschen Most, bevor es zurück zum Gasthof Pichler in Geboltskirchen ging. Dort wartete schon Johann Steiner mit dem nächsten Teil: dem Basiswissen für Sensorik. Zuerst verkosteten wir Leitungswasser mit verschiedenen Konzentraten in salz, süß, bitter und sauer. Dann versuchten wir, diese im Most wiederzufinden. Nach dem Abendessen ging es dann zur offiziellen Verkostung. Wir versuchten hierbei, verschiedene Most und auch Cider nach ihrem Geschmack zu beurteilen. Es durfte außerdem jeder Teilnehmer seinen eigenen Most mitbringen, der in dieser Runde ebenfalls messerscharf analysiert wurde. Eine interessante Beobachtung: Je mehr Gläser man verkostet – umso mehr wird man zum Experten. ;)
Der zweite Tag startete mit dem Schwerpunkt der Veredelung und des Marketings. Auch hier brachte der Referent ein paar seiner Produkte zur Verkostung mit. Aber nicht nur Most, sondern auch einen Frizzante und Essig standen hier am Programm. Denn ein kleiner Funfact: Kein Most kann so schlecht werden, dass er nicht mehr als Essig zu gebrauchen ist. Der nächste Programmpunkt führte die Teilnehmer zum Turmkeller. Hierbei handelt es sich zum eine Mostschenke, die natürlich ihren eigenen Most produziert. Nach einer Führung durch den Betrieb, bei dem wir auch die Hauskapelle und die Ferienwohnungen bestaunen durften, durften wir uns noch auf etwas ganz Besonderes freuen. Schnipp, schnapp, Ästchen ab: Im Streuobstgarten des Turmkellers durften wir mit fachgerechter Unterstützung zusammen einen Obstbaum zuschneiden.
Nach diesen zwei intensiven Tagen rauchen die Köpfe – wie wird der erste Most wohl werden?
