BZ-Kurs Hut filzen
Es ist alles eine Frage des Formens und Gestaltens. Dieser Satz ist jedem im Gedächtnis geblieben. Denn wie der Hut am Ende aussieht ist tatsächlich die Sache der Hände und was sie mit dem Filz am Ende machen.
Begonnen wurde an einem sonnigen Freitag-Nachmittag mit einer kleinen Führung durch das Wollgartl von Elisabeth Schiemer. Hier konnten wir sogleich sehen, welche Produktvielfalt es beim Filzen und generell bei Schafwolle so gibt. Begonnen bei Lampen bis hin zu Teppichen und Buchumschlägen waren viele schöne Sachen dabei. Aber dann hieß es, selbst Hand anlegen. Nachdem wir noch kurz über die Regionalität von Wolle gesprochen hatten, bekam jeder seinen genau abgewogenen Teil an Wolle und schon ging es los. Zuerst die Wolle rund um die Schablone drücken. Unterstützt mit Seifenlauge geht es übrigens sehr gut. Dann die verschiedenen Schichten in der richtigen Reihenfolge nochmals über die Schablone drücken bis wirklich alles schön verarbeitet ist. Danach geht es bereits ans Filzen. Und zwar muss man hierbei mit seinen Händen kleine, aber feste Kreise über den Hut ziehen. Besonders wichtig: Schauen, dass man keine „Knöderl“ hineinarbeitet.
Nach dem Filzen wurde der Hut dann geschlagen, aufgeschnitten und anschließend gerollt, um die richtige Größe zu erreichen. Noch kurz waschen, schleudern, waschen – dann ist die Lauge aus dem Hut und er kann fertig geformt werden. Die gewünschte Hutform erhält man schlussendlich durch das Bügeln über eine Hutform. Am Ende machte sich noch jeder ein passendes Hutband dazu.
Nach einigen anstrengenden Stunden des Filzens hatte jeder einen eigens gemachten Hut für sonnige Stunden gefertigt.
Danke an Elisabeth für die tollen Einblicke in die Welt der Wolle!
